Wer sind wir denn? Wie leben wir? Wie stellen wir uns dar? Wie erleben wir uns?

Wir – die Schülerinnen und Schüler des Grundkurses Kunst der Q1, des Elisabeth-von-Thüringen-Gymnasiums – haben uns unter der Leitung von Herrn Föll von der Museumsschule Köln mit dem Thema Selbstporträt und Selbstdarstellung beschäftigt. Zunächst fürchteten wir viele Stunden reiner Theorie; doch es kam ganz anders. Nach einem Besuch der Ausstellung „Sonntag des Lebens – Lifestyle im Barock“ – geführt und gut informiert von der Kuratorin Frau Dr. Sevcik- bekamen wir das Angebot, unsere eigenen Porträts auszustellen. So haben wir Fotos von uns gemacht, welche über das Momenthafte hinaus Auskunft geben über unsere Generation, unsere Gefühle, unsere Aktivitäten, unseren Lifestyle.

Doch wie diese Fotos umsetzen, damit sie genügend „wallpower“ haben neben Ihren barocken Pendants? Wir entschieden uns für die Technik der Radierung, wodurch wir die für die Schule nicht ganz geläufige, handwerklich recht anspruchsvolle Arbeitstechnik erlernten. Also erst mal „slow down“, um uns akribisch mit dieser aufwendigen, genauen Darstellung unseres Antlitzes auseinanderzusetzen. Es folgten nach einigen Anläufen und Fehldrucken echte „Aha-Erlebnisse“ beim konzentrierten Arbeiten. Die kostbaren Drucke überarbeiteten wir darauf zeichnerisch und malerisch, um  unsere individuellen Werke auch farbig ausdrucksstark auszuformulieren.

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Der Kurs mit Kuratorin Anja Sevcik in der Sammlung (Foto: B. Föll, Museumsschule Köln)

Also haben wir auf eine sehr spannende praktische Weise gelernt, was Barock-Porträts ausmacht und selber welche mit einer alten, analog verlangsamten Technik gefertigt. Diese spiegeln das Selbstbild von Teenagern auf ihr eigenes Leben in der heutiger Zeit wider.

Ein Gastbeitrag von Schülerinnen und Schüler des Grundkurses Kunst der Q1 des Elisabeth-von-Thüringen-Gymnasiums in Köln