Das Bild der 49. Woche ist eine Dokumentarfotografie und zwar das Foto „Rana Plaza Collapse“.  Angehörige der Arbeiterinnen und Arbeiter protestieren gegen den Einsturz von Rana Plaza  und verlangen Gerechtigkeit. Der Text zum Bild der Woche erläutert weiterhin:

Zu sehen ist das Bild momentan in der Sonderausstellung Fast Fashion. Die Schattenseiten der Mode im Rautenstrauch-Joest-Museum – Kulturen der Welt in Köln. Die Ausstellung wirft einen kritischen Blick hinter die Kulissen der globalen Textilindustrie und will dazu anregen, sich engagiert mit dem Thema Mode-Konsum und seinen sozialen und ökologischen Folgen zu beschäftigen. Der Teil der Ausstellung „Fashion & Victims“, zu dem Taslima Akhters Fotoserie zählt, möchte die Rolle zweier gegensätzlicher Seiten des Fast Fashion-Phänomens als Leidtragende begreiflich machen: die der Konsumenten in den Überflussgesellschaften und die der Produzenten in den Billiglohnländern.

Mit der nachfolgenden Schreibanregung möchte ich daher uns als Verbraucher und Verbraucherinnen zu einer Konsum kritischen Auseinandersetzung mit dem Thema „Fashion“ anregen. Ich lade Sie hiermit also herzlich dazu ein, in Bezugnahme zu der Fotografie Rana Plaza Collapse  Ihre spontanen Gedanken und Assoziationen auf ein Blatt Papier zu schreiben, geben Sie sich dafür max. 5 Minuten Zeit. Diese automatische Schreibzeit hilft Ihnen, ins Schreiben und ins Thema einzusteigen.

zum Bild der Woche > hier

Nun erhalten Sie von mir weitere Anregungen, mit denen Sie schreibend das Thema „Fast Fashion – Die Schattenseiten der Mode“ aufgreifen und sich darauf persönlich beziehen können:

  • Schreiben Sie das Wort MODE so auf ein Blatt Papier, dass die einzelnen Buchstaben untereinanderstehen (von oben nach unten). Nun beginnen Sie in jeder Zeile mit dem Buchstaben einen ganzen Satz, d.h. das erste Wort des Satzes beginnt mit dem Buchstaben auf der jeweiligen Zeile.  Das Thema Mode steht im Mittelpunkt, dabei können Sie frei assoziieren und auch einen (selbst-)kritischen Blick darauf werden. Schreiben Sie ohne lange Nachzudenken.
  •  Dann  fahren Sie fort mit dem Wort KONSUM  und gehen in gleicher Weise vor. Erneut vermeiden Sie langes Nachdenken und schreiben spontan.

Lesen Sie nun die entstandenen Texte durch, markieren Sie in jedem Text 3-5 markante Worte, Begriffe, die Sie „anzupfen“ und aus Ihrer Sicht für das Thema (: Ihr Thema) relevant sind.

Spüren Sie nun  Ihre Gedanken zu den ausgesuchten Wörtern auf. Finden Sie zu jedem markierten Wort 5 Gedankensplitter oder Adjektive und fertigen damit Ihre Stoffsammlung an aus der anschließend ein Text entsteht, der die Überschrift trägt:

Fast Fashion –  Meine (Die) Schattenseiten der Mode

Hier noch eine HILFE für den Schreibvorgang:

Stellen Sie den Timer, nun auf 15 Minuten. Schreiben Sie. Da die Zeit begrenzt ist, eignen sich Momentaufnahmen, Vignetten, Augenblicke, Blitzlichter und knappe kurze Textformen. Gedankenströme und Momentaufnahmen sind manchmal besser als lange, epische, romanhafte Ansätze.

Zu langes Nachdenken behindert das spontane Hinschreiben; folgen Sie den ersten Impulsen (Perfektion aufgeben), überlassen Sie sich dem eigenen Ausdruck!

Und noch ein Tipp: Sich zu wiederholen ist oft ein hilfreiches Mittel, immer wieder in den Schreibfluss zu kommen. Wenn der Schreibfluss stockt, dann schreiben Sie einfach auf eine anderes Blatt, was da gerade geschieht, was „jetzt“ passiert, z.B.: es stockt, kein Gedanke stellt sich ein. Meistens geht es dann doch direkt wieder weiter. Viel Erfolg wünscht Ihnen

Ihre

Susanne Kieselstein