Der Ausstellung „Andy Warhol – Pop goes Art“ präsentiert erstmals eine unveröffentlichte Kölner Privatsammlung, die nahezu lückenlos alle von Andy Warhol gestalteten, konzipierten und produzierten Plattencover sowie zahlreiche Skizzen und Entwürfe umfasst. Zusammen mit Filmen, Hörbeispielen und korrespondierenden Arbeiten Warhols dokumentiert die Ausstellung  ̶  getreu dem Titel  „Pop goes Art“  ̶  das Zusammenspiel von Design, Kunst und Musik.

Auch wenn Schülerinnen und Schüler heute kaum mehr mit dem Medium Schallplatte etwas anzufangen wissen, ist die Zeitreise in die Musik und Mediengeschichte lohnend, zumal in Warhols Gestaltung der Cover „seine komplette künstlerische Entwicklung ablesbar ist“, so die Kuratorin Petra Hesse.

Mediengeschichte und Geschichte des graphischen Gestaltens wird erfahrbar, denn schließlich kommen die Jugendlichen im Zeitalter des gestreamten und ausschließlich digitalen Hörens von Musik nicht mehr mit den jahrzehntelang kunstvoll gestalteten Covern von Musik in Berührung – selbst die CD ist vom Aussterben bedroht. Wir bieten deshalb in unseren Workshops auch die Gelegenheit, mal eine Platte selbst aufzulegen, und die Nadel vorsichtig aufzusetzen. Sicherlich führt es zu regen Diskussionen von Vorteilen der digitalen zur analogen Musik!  

Ab Ende der 40er Jahre wurden Plattencover vom reinen Schutzbehältnis zur Gestaltungs- und Werbefläche.
Einige von Warhols Plattencovern sind heute derart ikonisch geworden, dass sie auch losgelöst von der Musik funktionieren, wie zum Beispiel die Banane des legendären Velvet Underground Covers.

Um das graphische Gestalten für die SchülerInnen erlebbar zu machen, schaffen wir in unserem Werkraum eine eigene „Factory Atmosphäre“: Im Anschluss an einen Rundgang durch die Ausstellung können die Schüler*innen die Siebdrucktechnik selbst ausprobieren. Hierbei werden Siebe und Kontursiebe verwendet, die nach Andy Warhols Entwürfen gefertigt wurden. Die Technik wird erfahrbar und die entstandenen Pop-Art-Drucke werden hinterher mit collageartigen Elementen individualisiert.

Der Workshop ist buchbar für Schulklassen der Sek I und II und Berufsschulen. Hier.

Dies gilt für die Laufzeit der Sonderausstellung vom 1. September 2018 bis 24. März 2019.

Für interessierte Erwachsene und Jugendliche über 14 besteht die Gelegenheit, sich zu einem unserer öffentlichen Kurse anzumelden. Eine Übersicht aller Führungs- und Workshopangebote im MAKK – Museum für Angewandte Kunst Köln finden Sie hier.