Von Königinnen, Pixelmonstern und Drachentötern 19. August 2017 bis 4. Februar 2018 im Museum für Angewandte Kunst Köln – MAKK

Die neue Sonderausstellung des MAKK zeigt die Verbindung von virtuellen Welten, dem analogen Spielbrett und dem Theater. Der rote Faden, der die sechs unterschiedlichen „Level“ der Ausstellung durchzieht, ist, dass das Spiel den Menschen selbstvergessen und gleichzeitig ganz selbstbewusst macht: „sich selbst verlieren im Spiel und gleichzeitig sich selbst zu begegnen“ so das Kuratoren-Team um Prof. Dr. Marx, Direktor des Institutes für Medienkultur und Theater.

Die Gemeinsamkeit von Theater und (Computer)spiel liegt zunächst in der Flüchtigkeit des Mediums: erst im Moment der Aufführung oder im Moment des aktiven Spielens offenbaren sie sich. Zu sehen sind deshalb die das Spiel umgebenen Artefakte: Masken und Puppen, Spielbretter und Computerspielsequenzen, Bühnenentwürfe und Spielzeug. Hier offenbaren sich Raum für Raum spannende Wechselwirkungen und neue Blickwinkel auf Themenbereiche wie zum Beispiel „Verkörperung und Verwandlung“, „Welten und Weltenbau“ oder „Rausch und Exzess“.
In der Vermittlungsarbeit des Museumsdienstes steht unter den buchbaren Angebote ein Schattenspielworkshop im Fokus des Interesses der LehrerInnen: 40 Interessierte haben sich zur Informationsveranstaltung angemeldet. Das Schattenspiel, als sogenannte „kleine Spielform“ bietet Gelegenheit, im Kunst- oder Deutschunterricht das Thema „Szenisches Spiel“ zu behandeln. „Fast jede Nation der Welt benutzt Schattentheater zum Teil in einer sehr langen Tradition: China, Indonesien, Türkei […] in zum Teil sehr unterschiedlichen Ausformungen“, so Frank Rohde Leiter der Abteilung Theater und Schule des Schauspiel Köln und der Oper Köln. Zusammen mit dem Museumsdienst Köln hat er den Workshop zur Sonderausstellung vorbereitet.

Nach einem Rundgang durch die Sonderausstellung beginnen die SchülerInnen mit einer professionellen Spiel- und Sprechübungen. Dieses Spiel hilft später, der Figur alleine durch die Stimme einen eigenen „Charakter“ zu geben. Die Schulklasse wird anschließend in zwei Gruppen geteilt, die jeweils ein eigenes kurzes Theaterstück einstudieren. Sprache, Sprechhaltung, Timing werden schließlich zu einem fertigen Stück. Dieses wird zum Abschluss der jeweils anderen Gruppe präsentiert.

Alle Buchungsdetails zum 2,5stündige Schattenspiel-Workshop hier.

Alle buchbaren Vermittlungsangebote des Museumsdienstes und das gesamte Rahmenprogramm zur Sonderausstellung finden Sie hier.

Die Sonderausstellung ist bis zum 4.2.2018 im Museum für Angewandte Kunst Köln zu sehen.