„Darf ich noch eins machen?“, fragt die siebenjährige Emily und zeigt dabei auf ihre drei bereits gebastelten Armreifen. Ihre Augen strahlen, als Mira Parthasarathy vom Museumsdienst Köln die Frage bejaht und mit ihr die Materialien zusammensucht. Die Schmuckwerkstatt war beliebt und gut besucht an den KunstTagen Rhein-Erft am 20. und 21. August 2016. In der Abtei Brauweiler in Pulheim stellten 46 Künstlerinnen und Künstler ihre Arbeiten aus und waren Teil einer Veranstaltung, die nicht nur lokale, sondern auch überregionale Kulturbegeisterte anzog.

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Die Abtei Brauweiler in Pulheim ist die Kulisse der KunstTage Rhein-Erft. (Foto: Mareike Gröneweg)

Mittendrin präsentierte der Museumsdienst Köln in der Reihe „Museen aus der Region stellen sich vor“ zwei Kinderprogramme des Museums für Angewandte Kunst (MAKK). Die Schmuck- und Druckwerkstätten zogen rund 50 Kinder und Erwachsene an. Beide Programme können übrigens ganzjährig beim Museumsdienst Köln gebucht werden – die Schmuckwerkstatt ist beispielsweise ein beliebtes Kindergeburtstagsthema.

Um das eigene Armband zu gestalten, braucht es nicht viel: Ein Aquariumschlauch reicht als Grundlage. In ein Ende wird dann ein Holzdübel gesteckt, der später als Verschluss dient. Beim Befüllen des Schlauches ist die Kreativität der Kinder gefragt. Sie können Filz, Krepppapier, Perlen oder auch Zeitungspapier zuschneiden und mit Hilfe eines Schaschlikspießes das Armband befüllen. Die unterschiedlichen Materialien schichten sich in dem Schlauch, wodurch Muster und Effekte entstehen.

Auch die Druckwerkstatt war am Wochenende in der Abtei Brauweiler ein beliebter Programmpunkt. Mit tintenverschmierten Fingern testeten die Kinder sich durch das große Stempelrepertoire. Auf Umschläge druckten sie filigrane Bordüren und Rahmen oder füllten Karten mit großen Stempelmustern. Ob als Geschenk für die Eltern oder als Mitbringsel von den KunstTagen – die Werke der Kinder wurden nach dem Trocknen schnell eingepackt.

Wer mehr über die Kinderprogramme des Museumdienstes Köln erfahren möchte, erhält hier weitere Anregungen. Weitere Informationen zum Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) gibt es hier.

Mareike Gröneweg