Heute ist wieder KölnTag, und damit der Zeitpunkt gekommen, unseren Schreibblog fortzusetzen. Einmal pro Monat erscheint ein Objekt aus den Kölner Museen, verbunden mit Fragen. Wer möchte, kann sich dazu einen Geschichte ausdenken und als Kommentar einfügen. Heute geht es um eine Stereoanlage aus dem Museum für Angewandte Kunst Köln.

Radio
Abb: RR126 OFST Deposito, Achille Castiglioni, Pier Giacomo Castiglioni, Brionvega S.p.A., Mailand (I), 1965-66, MAKK (Foto: © Saša Fuis Photographie, Köln)

Hier kommt die Anleitung:

1. Stellen Sie sich einen Timer (Mobiltelefon, Wecker) auf 5 Minuten. Bereit?
2. Schauen Sie sich die Abbildung fünf Minuten lang genau und aufmerksam an. Was könnte die Geschichte zum Foto sein?
3. Pling! Die 5 Minuten sind um.
4. Stellen Sie den Timer jetzt auf 15 Minuten. Los geht‘s mit dem Schreiben!
5. Schreiben Sie eine kurze Geschichte. Da die Zeit begrenzt ist, eignen sich Momentaufnahmen, Augenblicke, Kurzgeschichten, Gedankenströme besser als lange, epische, romanhafte Abschnitte. Und denken Sie  nicht zu lange nach! Es geht hier um das Gefühl, nicht den Kopf.
6. Pling! Fertig.

Es geht hier nicht um Perfektion, sondern um den Spaß am Schreiben. Hier einige Fragen, die der Fantasie auf die Sprünge helfen können:

Woher kennen Sie eine solche oder vergleichbare Stereoanlage?
Wer hatte so ein Gerät in seiner Wohnung? Welche Menschen kommen Ihnen in den Sinn? In welcher Beziehung stehen Sie zu ihnen?
Welche Klänge/ Stimmen kamen aus der Anlage? Wie war der Klang?
Welche Impulse vermittelte die Stereoanlage?
Wurde gemeinsam zugehört, allein oder in einer Gruppe?
Welche besondere Erinnerung hatten Sie, gab es eine einschneidende Nachricht, eine unvergessliche Musik?
An welche drei Hauptklänge erinnern Sie sich? (Naschrichten / Musik / Hörspiel?)
Welche Erwartungen waren an das Gerät geknüpft? Welche Zeit verbinden Sie damit?
Wie war die Stimmung der Personen um Sie herum?
Wie roch es in dem Zimmer, in dem die Anlage stand? Wie ist der Fußboden?
Ist es gemütlich, warm oder kalt?
Viel Spaß!

PS: Wer mehr über kreatives Schreiben wissen möchte, dem sei die Seite von Ines Häufler empfohlen.

Susanne Kieselstein