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Intensive Diskussion in der Ausstellung (Foto: Kai Blankertz)

Es ist 10:45 Uhr, und das Projektteam wartet auf die Kinder, die zum Pressetermin der neuen kleinen Sonderausstellung „Republik der Kinder“ ins Wallraf-Richartz-Museum eingeladen sind. Die Frösche- und Bärenklasse der KGS Mainzerstraße sind schon oft im Museum gewesen, und so wundert es nicht, dass die Schar fröhlicher Kinder das Foyer erstürmt. Heute wird es spannend, denn Stefan Swertz, der für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Museum zuständig ist, hat ganz viele Pressevertreter eingeladen und sogar drei Fernseh- und Hörfunkteams warten auf die jungen Künstlerinnen und Künstler, die am Projekt teilgenommen haben. Sie hatten sich in den letzten Wochen mit zwei Kunstwerken der Sonderausstellung intensiv beschäftigt und gemeinsam entschieden, welches ihrer Bilder in die Ausstellung kommen und direkt neben die Bilder der großen  Meister gehängt werden sollte. Die Gruppe ist natürlich ganz aufgeregt, denn sie soll über das Ausstellungsprojekt berichten.

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Dialog zwischen den Epochen (Foto: Kai Blankertz)

Nach einem kurzen Briefing  geht es in den Ausstellungssaal, in dem die Kinderarbeiten direkt neben den Meistern der holländischen Malerei des 17. Jahrhunderts gezeigt werden. Dort können es sich die Schülerinnen und Schüler auf den gemütlichen Sitzsäcken im Raum gemütlich machen. Die Idee ist, dass dieser Saal ganz speziell für Kinder – und für Kinder als Künstler – gedacht ist. Die Bilder hängen tiefer, es gibt Sitzsäcke und von Kindern formulierte Texte an der Wand.

Wer bislang noch nicht mitgemacht hat, ist eingeladen, selbst aktiv zu werden und eigene Bilder bei einem Wettbewerb einzureichen. In jedem Fall werden alle abgegebenen „Gemälde“ fotografiert  und in einer Bilderschleife auf einem digitalen Bildschirm im Ausstellungsraum gezeigt.

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Ein Künstler vor seinem Werk (Foto: Kai Blankertz)

Nachdem Museumsdirektor Markus Dekiert alle begrüßt und Anja Sevcik, welche die Idee zu der Ausstellung hatte, kurz ins Thema eingeführt haben, stellte Karin Rottmann vom Museumsdienst Köln drei Kindern der jungen Künstlergruppe einige Fragen: Die Kinder berichteten, dass es etwas ganz Besonderes sei, sich so intensiv mit einem Kunstwerk zu beschäftigen und zu wissen, dass eines der Bilder im Museum ausgestellt würde. Alle seien stolz darauf, dass sie das geschafft hätten! Schwierig war die Frage, was die „Alten Meister“ zu den Schülerarbeiten sagen würden, wenn sie denn noch leben und die Ausstellung sehen würden. Ein Mädchen meinte, dass es doch eine schöne Sache ist, wenn man sich nochmal mit einem alten Bild beschäftigt. Den Künstler hätte es bestimmt gefreut, wenn man sein Bild so toll fände, dass man versucht, etwas Ähnliches zu schaffen!