Zum Auftakt ihrer Projektwoche zum Thema Drachen besuchte eine Klasse der Lindenbornschule das Museum für Ostasiatische Kunst. Erst ging es in die Ausstellung. Zusammen mit unserer Kollegin Irene Ellegiers erkundeten die Schülerinnen und Schüler einen großen Stellschirm – natürlich mit einer Drachendarstellung.

Drachen Abb. 5
Stellschirm mit Drachendarstellung, China (Foto: RBA Köln)

Schnell war den Kindern grundsätzlich klar: „Es gibt ganz verschiedene Arten Drachen auf der ganzen Welt!“, und zwar: „Böse Drachen und liebe Drachen!“. Die Drachen aus China und Japan sehen nicht nur anders aus als ihre europäischen Verwandten, sie haben auch ganz andere Eigenschaften.

Drache Detail
Drache im Detail (Foto: RBA Köln)

Die jungen Besucher beobachten haarscharf, dass der mit schwarzer Tusche gemalte Drache Merkmale von ganz unterschiedlichen Tieren zeigt: er hat einen Körper wie eine Schlange mit Schuppen vom Fisch, einen Kopf wie ein Kamel mit einer Schweinerüsselnase. Dazu das Geweih eines Hirsches!

Drachen gelten in Ostasien als sehr mächtige Geschöpfe des Wassers und sind für den Regen zuständig. Daher wurden die mächtigen Drachen von den Menschen sehr verehrt. Die chinesischen Kaiser verglichen sich selber mit einem Drachen und schmückten ihre Paläste, Gewänder und Gebrauchsgegenstände mit dem goldenen Machtsymbol.

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In der Drachenwerkstatt (Foto: Caroline Stegmann-Rennert, Museumsdienst Köln)

Besonders spannend wurde es für die jungen Drachenforscher, als sie im Museum selber chinesische Kleidung aus der museumsdidaktischen Sammlung des Museumsdienstes, die mit großen und kleine Drachenstickereien verziert war, anprobieren durften. So schlüpften sie in die Rolle von Kaiser, Hofdame, Prinzessin, Beamter und Diener. In der Werkstatt gestaltete jedes Kind mit Goldfarbe noch eine große Grußkarte mit dem Bild des „Goldenen Drachen der Weisheit“.

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Der „Goldene Drache der Weisheit“ entsteht (Foto: Caroline Stegmann-Rennert)

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