Die 7c der Ursulinenschule kommt mehrfach in die Ausstellung „Ludwig goes Pop“ im Museum. Es geht uns um Genderfragen.

Wer war Elvis, und wer ist Mick Jagger? Eine ganze Reihe der Jungen kannte die Stars von damals nicht mehr und fanden auch die Bildsprache der Kunstwerke nicht ansprechend, sondern „langweilig“. Elvis Presley ist schließlich nur  als schwarz-weißes Bild zu sehen. Aber: Bei genauerer Betrachtung der Werke im Museum Ludwig faszinierten die Bildgestaltungsstrategien  eben doch, und die Schüler kamen zu eigene Bildideen. Der Cowboytyp mit den schicken Hüftgürteln, Revolverholster und Messertasche steht wohl auch noch heute als männliches Vorbild für 12-jährige Jungen, und es ist erstaunlich, wie viel Zeit die Betrachtung der Waffen im Bild in Anspruch nahm.

Beim heutigen Museumsbesuch stand das Genderthema im Zentrum. In der Woche zuvor hatten die Arbeitsgruppen ihre Stars von heute gesammelt und waren auf die Ausdrucke von Portraits sehr gespannt, die sie im Workshop bearbeiten sollten. Die favorisierten Stars der Jungen waren Ronaldo, Tyga, Tim Wiese, Lukas Podolski, Lebron James, Vitali Klitschko und Michael Jordan. Mit diesen Portraits in den Händen lautete der Auftrag, die Gestaltungsweisen der Mick-Jagger-Portrait-Serie von Andy Warhol auf den eigenen Star zu übertragen.  Vor den Bildern im Museum experimentierten sie mit den Fotos, legten Konturzeichnungen auf Transparentpapier auf ihre Kopien, variierten Hintergründe und setzten Farbflächen ein.

Die Arbeiten aus der Werkstatt zeigen die Portraitcollagen im Stil von Warhols Mick-Jagger-Serie.

Karin Rottmann