Museen verstehen sich selbst ja nicht nur als Kultureinrichtungen oder Ausstellungsorte, sondern auch ganz bewusst als Lern- und Bildungsorte. Im Zuge des lebenslangen Lernens leisten sie einen wichtigen Beitrag zur allgemeinen und zur kulturellen Bildung. Aber wie geschieht das? Und wie treten sie mit ihrem Publikum in Kontakt, um Besucher zu gewinnen?

Seniorentreff WRM 2
Seniorentreff im Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud (Foto: Museumsdienst Köln)

Diese Frage hat die Wissenschaftler des DIE (Deutsches Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz Institut für Lebenslanges Lernen e.V.) in Bonn beschäftigt. Sie haben in einer Studie untersucht, wie diese Vermittlungsarbeit gestaltet ist und welche vielfältigen Zugangsmöglichkeiten zu Kultur und kulturellen Inhalten die Museen auf diesem Weg ihren Besucherinnen und Besuchern eröffnen. Damit kann sichtbar werden, dass Museen eben nicht allein Aufbewahrungsorte für Kulturgüter sind, sondern einen besonderen Charakter als Bildungsinstitutionen tragen.

Ziel der Studie war eine Bestandsaufnahme und systematische Ausdifferenzierung der Angebote bzw. Formate. Im entstandenen Beitrag spielen die Angebote des Museumsdienstes in den Kölner Museen eine wichtige Rolle. Sie bilden über 38 % des Untersuchungsmaterials.

Für die zukünftigen Überlegungen, welche Programme in Köln entstehen und wie der Bereich des lebenslangen Lernens erfolgreich in den Fokus genommen werden kann, ist damit eine Grundlage geschaffen. Wir freuen uns, wenn wir bald wieder auf dem Untersuchungstisch liegen.

Matthias Hamann