Ein ganzes Schuljahr lang wird Bernhard Peters mit seiner 7c in regelmäßigen Abständen ins Museum gehen. Wir wollen herausfinden, ob diese mit dem Kunstunterricht eng verknüpften Museumsbesuche besondere Effekte haben werden. Im ersten Schulhalbjahr steht die Sonderausstellung „LUDWIG GOES POP“ auf dem Programm. Die 7c ist eine monoedukative Jungenklasse der Ursulinenrealschule. Natürlich war es ein großes Anliegen, bei einem vorbereitenden Treffen Kunstwerke auszuwählen, die die Jungen interessieren und zur Diskussion anregen.

So werden Red Race Riot, der Doppelte Elvis und „Mick Jagger“ von Andy Warhol als „Genderthema“ auf der Agenda stehen, Robert Rauschenbergs Axle, Warhols  und Tom Wesselmanns Landscape 2 mit dem überdimensionierten VW-Käfer. Generell kann man nicht sagen, dass die Auswahl genderspezifisch ist, denn alle Werke werden auch mit gemischten Klassen thematisiert, wenngleich die über den Kunstlehrer eingebrachten Interessen der Lerngruppe berücksichtigt werden konnten.

Beim ersten Treffen beschäftigten wir uns mit Wesselmanns „Landschaft Nr. 2“. Ein großes Auto verdeckt in weiten Teilen die Sicht auf die Landschaft, den Himmel und ein winzig klein wirkendes Menschenpaar. Die Schüler sollten nun ein Arbeitsblatt bearbeiten, indem die Bildelemente neu beschriftet werden. Sie sollten nach Dingen Ausschau halten, die in ihrem Leben die Wichtigkeit hat, die das Auto in Wesselmanns Werk hat. Da stand natürlich sofort das Wort „Handy“ auf den meisten der Arbeitsblätter.

Wie man gute Collagen macht, konnten die Jungen dann anhand der verschiedenen Hintergründe und vorbereiteten Bilddetails erproben und wir fanden einige Prinzipen heraus, die Tom Wesselmann für die besondere Wirkung seines Bildes eingesetzt hat. Man kann mit den Größenverhältnissen spielen und man kann Dinge verknüpfen, die normalerweise unüblich sind.. Mit diesen Anregungen soll es nun im Kunstunterricht weitergehen. Und nächste Woche heißt es wieder „7c GOES POP„.

Karin Rottmann

Tom_Wesselmann