375 Jahre! So lange gibt es die Ursulinnenschulen in Köln. Anlässlich des Jubiläums fand eine Projektwoche statt, und der Museumsdienst wirkte mit. Eine Gruppe begab sich auf die Spuren der Heiligen Ursula und realisierte neben einem Workshop im Museum Schnütgen ein Theaterstück.

Ein Kleiderhaufen aus mittelalterlich nachempfundenen Kleidungsstücken, Schnabelschuhen und Hörnerhauben (Arbeitsergebnisse aus früheren Kooperationsprojekten) entzückte die Mädchen zu Beginn des Projekts. Der beigelegte Brief des Heidenkönigs, der Ursulas Vater erpressen sollte, seine Tochter mit dem Sohn des Heiden zu verheiraten, löste bei den 6-Klässlerinnen eine lebhafte Diskussion aus, die in ein Rollenspiel mündete. Darin holte Ursulas Vater die Meinung verschiedener Ratgeber einholte, um eine Entscheidung zu treffen. Am Ende einigte man sich darauf, dass man doch noch mal darüber schlafen solle.

In der zweiten Szene überraschte Prinzessin Ursula ihre vielen Freundinnen damit, dass sie eine Lösung für das Problem gefunden hätte. Ein Engel sei ihr im Traum erschienen und hätte vorgeschlagen, dass der Heidenprinz zum Christentum übertreten und sie vor ihrer Hochzeit eine dreijährige Pilgerreise machen solle. Papa sei einverstanden und der Heidenkönig auch. Die Mädchen überlegten nun, was sie alles auf die lange Reise mitnehmen wollten.

Im Museumsworkshop ging es dann um das tragische Ende der Ursulalegende, allerdings aus der Sicht eines Reliquienhändlers, der die schönen Reliquiare mit den lächelnden Heiligen an Kunden wie Fernhändler, Stiftsdamen und Bischöfe verkaufen wollte.Zum Abschluss wurden die drei erarbeiteten Szenen als Theaterstück auf der Bühne in der Schule aufgeführt.