In der Sonderausstellung „Die Heiligen Drei Könige – Mythos, Kunst und Kult„, (engl.: The Magi“), die das Museum Schnütgen ausgerichtet hat, befindet sich eine Marmorplatte mit einer der ersten Darstellungen der „Sterndeuter aus dem Morgenland“ aus dem 3./4.Jahrhundert. Die Bildsprache folgt noch der der römischen Kunst. In der Vorstellung dieser Zeit gelten die im Matthäusevangelium genannten weisen Männer, die die Sterne deuten können und aus dem Morgenland stammen, traditionell als Untertanen des römischen Kaisers (Mt 2, 1-12). In entsprechender Haltung übergeben sie ihre Gaben dem „neuen König“. Unter anderem überreichen sie einen Kranz. Auch dieser entstammt der römischen Kaiserikonographie. Man kannte den Lorbeerkranz, aber auch den Kranz aus Efeu.

Im Workshop für Dozentinnen und Dozenten der Palacký University in Olomouc (SK) nahmen wir diese Idee auf und banden einen Kranz, in den wir goldene Blätter steckten und diese mit unseren Wünschen zur Weihnachtszeit beschrifteten. In einer zweiten praktischen Aufgabe entstanden „Magi-Boxen“, die als Wortspiel die englische Übersetzung unserer „Heiligen Drei“ aufgriffen, und in die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops mit Wünschen in goldenen und silbernen Lettern beschriftete Lorbeerblätter legten. Mit diesem Schatz konnte man getrost nach Hause gehen. Die Kolleginnen und Kollegen der Universität fanden die Idee, ein emotionales Mitbringsel zur Ausstellung zu gestalten, sehr gut.

Karin Rottmann