Alle Jahre wieder und immer wieder gerne besuchen uns Deutschlehrerinnen und -lehrer aus aller Welt, um in den Kölner Museen die DaF- (Deutsch als Fremdsprache) und DaZ- (Deutsch als Zweitsprache) Programme des Museumsdienstes Köln kennen zu lernen. In diesem Jahr fand nun schon zum wiederholten Male eine Veranstaltung für das D-A-CH-Seminar des österreichischen Unterrichtsministeriums mit ca. 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. Das D-A-CH-Prinzip steht für die drei deutschsprachigen Länder Deutschland, Österreich und Schweiz und setzt sich für die gleichwertige Einbeziehung der unterschiedlichen sprachlichen und landeskundlichen Dimensionen des deutschsprachigen Raumes ein.

DACH Seminar
Fortbildung im Museum Ludwig (Foto: Museumsdienst Köln)

Die Gruppe war sehr temperamentvoll, und die Museumsgraffitis legten sich wie von selbst. Das Wort „einig“ wurde bewusst groß geschrieben und mit den Werken „Aufstieg“ von Otto Freundlich und Seiwerts „Stadt und Land“ in Verbindung gebracht. Ein Kollege aus Kairo interpretierte die Monumentalplastik von Freundlich als erhobene Faust und die Geste des „Hand Gebens“ bei Seiwert als Verbrüderung. Diese politischen Stellungnahmen bezog er auf die Situation in seiner Heimat und stellte fest, dass er Parallelen entdeckte.

Die Gruppe diskutierte an mehreren Stellen die politische Gegenwart und bezog die verschiedenen vorgestellten Methoden gleich auf eigene Lerngruppen. „Wie bewältigen wir in den großen Megastädten die Transportwege?“, „Auf dem Land haben wir keine Museen, welche Alternativen gibt es zum Museum?“. Da ist sicher guter Rat teuer, aber es gibt Möglichkeiten, selbst kleine Ausstellungen zu realisieren, zum Beispiel über „Kleidung und Geschichte“, über „Fundstücke mit Bedeutung“ und anderes mehr … Die Zeit verging wie im Flug und wir haben gar nicht das vollständige Programm vorstellen können.

Goethe Institut
Fortbildung im Museum Ludwig (Foto: Museumsdienst Köln)

Auch das Goethe-Institut schickte eine Lehrergruppe in mehrere Museen. Das Foto zeigt uns im Museum Ludwig bei der Werkgruppe „Türken in Deutschland“ Candida Höfer. Auch hier entspann sich eine lebhafte Diskussion um das Thema „Migranten“ in Deutschland.

Karin Rottmann