Jutta Rymarczyk ist Professorin für die Didaktik der englischen Sprache an der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg. Sie kooperiert bereits seit vielen Jahren mit uns und gehört zu den wichtigen Impulsgeberinnen für den Sprachunterricht im Museum. Zwei Tage war sie mit ihren Studierenden Gast in Köln. Wir besuchten zunächst das Rautenstrauch-Joest-Museum, um uns von Peter Mesenhöller die „Gourds“ des neuseeländischen Künstlers Glenn Colquhoun vorstellen zu lassen.

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Ein „Gourd“ im Detail (Foto: Karin Rottmann, Museumsdienst Köln)

Die „Gourds“ (Kalebassen) stehen in der Tradition der Maori-Kultur, die die mit typischer Ornamentik verzierten Früchte im Kontext der mündlichen Erzähltradition verwenden. Glenn Colquhoun hatte seine mit Gedichten und Bildern gestalteten Flaschenkürbisse, die Geschichten des deutschen Forschungsreisenden Ernst Diefenbach aus Neuseeland veranschaulichen, dem Museum geschenkt. Aus diesem Anlass wollten wir uns über mögliche Programme im Zusammenhang mit Sprachunterricht austauschen.

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Präsentation zu den Maori und ihrer Kultur (Foto: Karin Rottmann, Museumsdienst Köln)

Nach dem Vortrag des Kollegen Mesenhöller erhielten die Studierenden über einen Impuls den Auftrag, eine Kindheitserinnerung als Gedicht nieder zu schreiben und auf ein eiförmiges Objekt zu bringen. Jede Studentin erhielt ein Bonbon und sollte dazu eine Episode aus der eigenen Biografie assoziieren. Im Plenum wurden diese anrührenden Geschichten erzählt, dazu entstanden nach verschiedenen Schreibrezepten Gedichte in englischer Sprache, mit denen die bemalten Eiformen beschriftet wurden.

Die Rückmeldungen der jungen Studierenden war positiv, so dass wir uns an die weitere Ausarbeitung eines Programm zu Storytelling begeben werden, vielleicht auch für den Sprachunterricht.

Karin Rottmann